Ein Haus unter Beachtung baubiologischer Kriterien entsteht

Das Obergeschoss wächst

Written By: Bauherr - So․ 03․ Jun•2012

Das Obergeschoss beginnt zu wachsen. Die ersten Fenster sind zu erkennen.

Der Regen macht uns ein wenig zu schaffen. So ein Dach wäre schon etwas praktisches.
Hier und da tropft es die Balken runter und die Balkenköpfe (dort wo der Lehm gestopft wurde)
leiden auch etwas. Die Idee unseres Planers zusätzliche Folie zum Abdecken einzusetzen, habe ich gestern umgesetzt, um auf Tief Bergit vorbereitet zu sein. Sah heute ganz gut aus.

Holzbalkendecke

Written By: Bauherr - So․ 27․ Mai•2012

Hier auch mal ein Bild der Holzbalkendecke von unten. Da wir diese sichtig lassen wollen, ist dies bereits das erste Gewerk in dieser frühen Bauphase, welches schon so aussieht, wie nach der Fertigstellung. Daher steht bereits der nächste Schritt in Eigenleistung an: Das Ölen der Balken mit Leinöl, um diese trotz baulichen Schutz zusätzlich gegen Wasser und Verschmutzungen zu schützen.

Im Bild sieht man auch die s.g. Baumkante am Balken: Die unteren Kanten der Balken wurden vom Zimmermann dem Verlauf der Maserung folgend angeschrägt, so dass ein mehr oder weniger natürlich Form entsteht und die Balken nicht so kantig wirken.

Balkenköpfe mit Lehm ausgestopft

Written By: Bauherr - Do․ 24․ Mai•2012

Letzte Woche habe ich im Alleingang alle Balkenköpfe mit Lehm ausgestopft. Eigentlich wäre es eine schöne Arbeit fürs Wochenende, aber so konnte der Rohbauer gleich weitermachen. Dies wird gemacht, damit die Balkenköpfe nicht “luftumspült” in der Wand liegen und sich dort im Extremfall Kondenswasser bildet und das Holz angreift. So ist die Luft raus und der Lehm sorgt nebenbei auch für einen ausgeglichenen Feuchtegehalt.

Ich erinnere mich, dass in Fachwerkhäusern dieser Effekt besonders zum Tragen kommt, da die Lehm-Holz-Kombination dafür sorgt, dass das Holz nicht zu feucht wird um zu faulen, aber auch nicht zu trocken, um Schädlinge anzuziehen. Die “Symbiose” aus Lehm und Holz bildet somit einen natürlichen Schutz. Genaueres liese sich sicherlich nachlesen – aber dafür finde ich jetzt nicht die Zeit. ;-)

Deckenbalken gelegt

Written By: Bauherr - Mo․ 21․ Mai•2012

Heute wurden die Deckenbalken geliefert. Ich habe es glatt verpasst den Kranarbeiten dabei zu sein. Wäre auch mal interessant gewesen. Dafür war der Nachmittag “gerettet”, als ich mit meinem Vater den Gehbelag aus 100m² Hobelrauspund gehobelten Brettern auf den Balken verteilt und hier und da passend zugesägt habe. Wie üblich unterschätzte ich die Zeit und 6 Stunden inkl. Aufräumen waren rum.
Dafür, dass dieser nur vorrübergehend liegt… schon leicht deprimierend. ;-)

Ringanker I

Written By: Bauherr - So․ 20․ Mai•2012

Letzte Woche wurde der erste Ringanker hergestellt. Das bedeutet in alle Außen- und Innenwände wurde ein zusammenhängender Streifen aus Stahlbeton gegossen. Dieser wird benötigt um die Lasten abzufangen und die Wände miteinander zu stabilisieren. Man kann sich das so vorstellen, wie bei einem Holzfaß, welches mit Stahlringen zusammengehalten wird.

Im Bild habe ich den eigentlichen Ringanker markiert, da man ihn ohne Weiteres nicht zwingend erkennen kann.

Das Gerüst wurde aufgebaut

Written By: Bauherr - Di․ 15․ Mai•2012

Heute wurde das Gerüst aufgebaut.

 
Das stand auf der Kippe (also nicht physisch :-) ) und wäre fast ein Grund für Bauverzögerung gewesen.
Der eigentliche Gerüstbauer ist abgesprungen (war leider über 3 Ecken beauftragt und letztlich nicht schriftlich fixiert)!
Dank unserer Rohbaufirma haben wir schnell Ersatz gefunden.

Stürze und Innenwände sind fertig

Written By: Bauherr - Sa․ 12․ Mai•2012

Der Rohbau wächst weiter und die Fenster- und Türstürze sind bereits fertig. Auch die Innenwände stehen bereits und wir können schon so richtig die Räume erspüren. (Natürlich nur das EG)
Ob diese zum jetzigen Zeitpunkt größer oder kleiner wirken als später… schwer zu sagen. Auf jeden Fall arbeiten die Rohbauer sehr gut und unser Planer ist sehr zufrieden – das bedeutet viel. :-)
Die Gartenplanung macht uns noch etwas Sorgen, da das Gelände ein leichtes Gefälle hat. Vieles erkennt man erst, wenn der Rohbau steht und aus Theorie die Praxis wird.

Was kann Liapor?

Written By: Bauherr - Sa․ 05․ Mai•2012

Wie an anderer Stelle schon mal kurz erwähnt, bauen wir mit Mauerwerksteinen aus Liapor bzw. Blähton. Die Gründe dafür will ich an dieser Stelle zitieren und damit auch ein wenig Werbung für dieses Baumaterial machen:

1. Wärmedämmung und Wärmespeicherung sehr gut
2. Dampfdiffusion sehr gut
3. Bauökologie sehr gut
4. Schallschutz sehr gut
5. Brandschutz sehr gut

Hier ein Bild eines halbierten Exemplars eines Mauersteins:

Der Grundstoff:
Nur naturreiner und besonders hochwertiger Ton ist für Liapor-Produkte geeignet.

Der bis zu 180 Millionen Jahre alte Ton im Zeitalter des Lias entstanden, eignet sich nicht nur besonders gut zur Herstellung eines hervorragenden Produktes, sondern gab ihm auch seinen Namen: Liapor. Das natürliche Rohmaterial wird dabei landschaftsschonend und flächensparend abgebaut.

Hier noch ein Artikel unseres Lieferanten über die Vorteile von Liapor:

Liapor – Der Werkstoff

 

Quellen: www.gerwing.de www.liapor.com

Der Rohbau wächst

Written By: Bauherr - Do․ 03․ Mai•2012

Der Rohbau geht optisch sehr schnell voran das Gefühl für die Räume wird immer besser. Hier und da denkt man, dass es zu klein ist, aber ändern lässt es sich ja nun eh nicht mehr. Ein, zwei Durchbrüche sind bereits jetzt eingeplant, um bei Bedarf Räume zusammenzulegen. Dafür werden bereits Türstürze in die Wand eingebaut.

Dichtschlämme & Baustrom II

Written By: Bauherr - Fr․ 27․ Apr•2012

Diese Woche ist “nicht viel” passiert.

 

Die Dichtschlämme wurde auf die Streifenfundamente aufgetragen. Diese Abdichtung verhindert, dass kapillar aufsteigende Nässe in die Wände eindringt. Ein wichtiger Punkt, der fehlerfrei verarbeitet sein sollte, da es sich später wenn die Wände stehen, nicht mehr so leicht korrigieren lässt. Zumal man es dann nicht mehr sieht.

Nächste Woche sollen dann die ersten Mauersteine gesetzt werden. Dafür hat der Rohbauer einen Mörtelsilo aufgestellt. Da dieser mit Starkstrom betrieben wird, konnten wir nicht mehr auf die bisherige Nachbarschaftshilfe zurückgreifen. Daher musste unbedingt unser Hausanschluss her. Die Anträge habe ich vor ca. 4 Wochen gestellt. Damals sagte man mir bereits, dass die Bearbeitung und Ausführung 6-8 Wochen dauert.

Man fragt sich warum, aber nun wird’s mir klar:
– Der Netzbetreiber (MitNetz) beauftragt einen Tiefbauer mit der Schachtung und dem Netzanschluss
– Dieser beantragt bei der Stadt die Straßenbauarbeiten für ca. 1 Meter (2 Wochen Bearbeitungszeit)
– Unser Elektriker (Detlef Kaufmann aus Borna) schließt den Baustromkasten an
– Die Envia beauftragt wieder eine Firma mit dem Einbau des Baustromzählers

4 Firmen und die Stadt Leipzig waren am Ende beteiligt und die Abstimmung untereinander war “entwicklungsfähig”. ;-) Das bleibt am Ende am Bauherren hängen (wenn man es eiliger hat) und seinem engagierten Elektriker. Unser Elektriker hat sich sehr ins Zeug gelegt und die Firmen/Personen überzeugt, dass es dringend ist. Nun haben wir bereits nach 4 statt 6-8 Wochen Baustrom und das Problem ist aus der Welt geschafft. (Rechtzeitige Beantragung vermeidet solche Probleme… oft)

Vielen Dank und weiter gehts…